Verwendung und Zubereitung der Ananas

Aus meinem Buch: Das große Lexikon der Kräuter, Gewürze, Früchte und Gemüse

Gliederungspunkt: Verwendung/Zubereitung:

Ananasfrüchte werden zum Rohverzehr, als Konserve, zu Süßspeisen, Bowlen, in Cocktails, in Frucht-, Gemüse- und Fleischsalaten, Konfitüre und kandiert in Gebäck verarbeitet. Ausgehöhlt eignet sich die Ananas zum Füllen mit Obst- oder Meeresfrüchtesalat.

Frische Ananasfrüchte können zwar nicht für Speisezubereitungen mit Gelatine (z.B. Obstkuchen) verwendet werden, da ihr Bromelain das Gelieren verunmöglicht, mit dem pflanzlichen Gelierstoff Agar-Agar oder durch kurzzeitiges Erhitzen des Fruchtfleisches über +40° C kann man dem jedoch entgegenwirken!

Die speziellen Eigenschaften des Bromelains können auch bei der Fleischzubereitung nützlich sein:

Fleisch wird beispielsweise zarter, wenn es entweder eine zeilang mit einer frischen Ananasscheibe belegt oder mit frischem Ananassaft beträufelt wurde.

Puddings oder Quarkspeisen, die mit frischer Ananas vermischt wurden, sollten in Bälde verzehrt werden, da sie aufgrund des Enzyms Bromelain, das Milcheiweiß spalten kann, bereits nach relativ kurzer Zeit bitter schmecken und aufgrunddessen ungenießbar werden.

Frische Ananasstücke sollte man – so unlogisch es auch klingen mag – mit etwas Salz bestreuen, damit sie süßer schmecken!

Da Konserven bei der Herstellung stark erhitzt werden, enthalten konservierte Ananasscheiben oder -stücke gar keine Enzyme mehr und zu allem Überfluss schrumpft ihr Vitamingehalt währenddessen sogar um 60%!

Das hölzige Mittelstück der frischen Ananas sollte aus gesundheitlichen Gründen möglichst mitverzehrt werden, da es nicht nur sehr ballaststoffhaltig, sondern auch reich an fettkillenden Bromelainen ist!

Aus dem Blattschopf der Ananas lässt sich mit etwas Geduld ein exotisches Bäumchen heranziehen, indem man ihn gleich nach dem Schnitt in Anzuchterde pflanzt, die permanent feuchtgehalten werden sollte.

Folgende Ansprüche stellt das junge Ananaspflänzchen an ihren Standort: Zugfrei, hell und warm!

Aus den Blattfasern der Ananaspflanze werden in den Anbauländern feine Gewebe, Seile, Netze und Hängematten gefertigt.